 |  | | Medien prägen unsere Gesellschaft in einem noch nie gekannten
Ausmaß. Umso wichtiger ist es, sich dieses Einflusses bewusst zu werden und ihn zu reflektieren. Gleichzeitig müssen junge Menschen die Kompetenz erwerben, sinnvoll, verantwortungsbewusst, effektiv und kreativ mit Medien aller Art umzugehen. In diesem Zusammenhang kommt vor allem auch der Institution Schule die Aufgabe zu, die Medienkompetenz aller Schüler weiter zu fördern, um sie so auf die Anforderungen der Zukunft in Studium, Beruf und im täglichen Leben vorzubereiten.
Die „Verbesserung der Medienkompetenz" ist also Ziel schulischer Bildung! Es gilt somit zu klären, was hierunter zu verstehen ist. Im schulischen Kontext ist es sinnvoll, eine Zielvorstellung im Sinne eines bestimmten Niveaus von Medienkompetenz zu entwerfen, welches die Schüler zu einem gewissen Zeitpunkt er reicht haben sollten.
In diesem Sinne lässt sich ein Mensch als medienkompetent bezeichnen, der - die individuellen Voraussetzungen besitzt (Wissen, Können, Wollen),
- um in einer bestimmten Situation (komplex, dynamisch, nicht vorhersehbar, nicht standardisiert)
- im Einklang mit allgemein akzeptierten Standards und Werten (angemessen, verantwortlich, effektiv)
- medienbezogen zu handeln (aktive Auseinandersetzung mit Medien, Nutzung von Medien).
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|  |  | | Medienkompetenz konkretisiert sich zum Beispiel darin, dass Schüler noch besser als bisher dazu in der Lage sind, Computer sinnvoll, verantwortungsbewusst und reflektiert zu nutzen oder Informationen
aus unterschiedlichen Quellen sachgemäß auszuwählen, zu bewerten, zu verarbeiten und zu präsentieren. Der Weg dorthin lässt sich als ein Prozess verstehen, der in diesem Zusammen hang als Medienbildung bezeichnet wird. Die zunehmende Medienkonvergenz hat dazu geführt, dass „ ( ... ) alle Medien auf einer digitalen Grundlage zusammengewachsen sind (... )" In diesem Sinne ist Medienbildung heute auch immer „digitale" Medienbildung und schließt die informationstechnische Bildung mit ein.
Um das Ziel der Verbesserung der Medienkompetenz in der Schule zu erreichen, muss darauf hin gearbeitet werden, u. a. folgende Voraussetzungen zu schaffen: - Die Schüler haben sowohl die Möglichkeit als auch die Zeit, Medien aller Art in der Schule aktiv zu nutzen
und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts und in unterschiedlichen Kontexten.
- Die Lehrkräfte
verfügen über die Fähigkeit, qualitativ hochwertigen und methodisch-didaktisch durchdachten mediengestützten Unterricht durchzuführen. Offenen, schülerzentrierten Unterrichtsformen wird ein noch größerer Stellenwert eingeräumt. Dem konstruktivistischen Grundverständnis des Kompetenzbegriffes folgend, kann Medienkompetenz nicht unmittelbar vermittelt, sondern „( ... ) nur durch selbstgesteuerte Prozesse erworben bzw. entwickelt ( ... )" werden.
- Die Schule verfügt über die entsprechenden schulorganisatorischen und technischen Rahmenbedingungen, die gute Voraussetzungen zum Erwerb von Medienkompetenz bieten.
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Medienkompetenz auf Seiten der Schüler und Lehrkräfte ist gleichzeitig Bedingung dafür, dass durch den Einsatz von (digitalen) Medien eine Verbesserung der Unterrichtsqualität erreicht werden kann.
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